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Sollten Sie irgendwann mal ein aehnliches Bild wie oben gesehen haben und sich fragen was das soll, so finden Sie hier ein Erklärung dazu:

Das bin ich auf dem Weg zur oder von der Arbeit.

Keinesfalls möchte ich hier in irgendeiner Form irgendwelche Autofahrer ärgern. Vielmehr ist es derzeit die einzige Möglichkeit fuer mich auf legale Weise ungehindert meinen Arbeitsweg zu erledigen.
Ich habe meine Fahrt zur und von der Arbeit seit Anfang Dezember als Kundgebung bei der BH-Mödling und bei der Polizei Guntramsdorf angemeldet.

Zu meiner Person:

Mein Name ist DI Peter Syrowatka, wohne in Tribuswinkel und arbeite in Wien.
Seit 2001 fahre ich täglich, egal ob Sonne, Wind, Regen oder Schnee mit dem Rad ins Büro.
Davor – seit ca 1988 – habe ich Ähnliches mehr oder weniger regelmässig auch schon getan.
Darüberhinaus wird die B17 auch für andere Zwecke als einzig vernünftiger Verkehrsweg genutzt (Einkaufen in der SCS, …).
Ausserdem fahre ich diese Strecke natürlich auch immer wieder mal mit dem Auto.

Situation für den Raddurchzugsverkehr:

Für den radfahrenden Durchzugsverkehr wurde mit der Einengung der B17 im Bereich zwischen Kreuzung B17/L2098(Mödlingerstr./Kammeringstr.) und B17/L2087(Viaduktstrasse) und der Ausweisung eines Fahrverbotes für Fahrräder seit 11/2008 bzw 12/2008 eine inakzeptable Situation geschaffen.
In beiden Fahrtrichtungen ist man gezwungen den Verkehrsfluss zu verlassen. Dabei ist das Verlassen bzw. Wiedereingliedern je nach Fahrtrichtung gefährlich und mehr oder weniger aufwendig bis zu praktisch nicht möglich.

Richtung Baden: Doppelt rechtwinkeliges Abbiegen beim Verlassen der B17, wobei der Verkehrsfluss durch die nötige Temporduktion behindert wird, bzw. daraus ein erhöhtes Gefahrenmoment entsteht.
Wiedereingliederung erfolgt nicht, man mündet benachrangt in die Kammeringstrasse.

Richtung Wien: Man muss aus der B17 in die Kammeringstrasse abbiegen von wo aus eine Einfahrt in das Rad/Fussweg-Stück Kammeringstrasse möglich ist.
Wiedereingliederung ist nicht vorgesehen! Entweder Querung beider B17-Fahrbahnen (hier 4(!) Fahrstreifen) im Bereich der Einmündung Eichkogelweg oder doppelt schiebende Querung im Kreuzungsbereich Viaduktstrasse. Keine Radfahrerübergang, nur Fussgaengerübergang, daher nur schiebend gestattet.
Ersteres ist im normalen Verkehrsgeschehen mit unkalkulierbarer Verzögerung und immensem Gefahrenmoment verbunden, zweiteres entspricht nicht dem Rahmen des Normalgebrauches des Verkehrsmittels.

Weiters ergibt sich am abgetrennten Güterweg duch die abschirmende Wirkung der Betonleitwände bei Dunkelheit eine praktische Null-Sicht Situation.
Obwohl die Gemeinde Guntramsdorf inzwischen zum Winterdienst am Rad/Fussweg und am Güterweg verpflichtet wurde, waren diese Wege bei den bisherigen Wintersituationen praktisch nicht benutzbar – im Vergleich zur eis- und schneefreien, lediglich salznassen B17.

Faktenlage:

Vorweg eine zentrale Feststellung:

Die Abtrennung erfolgte NICHT um einen Radweg zu schaffen!!

Laut vorliegenden Stellungnahmen der Strassenbauabteilung 2 der Nö Landesregierung (StBA2) ist der Hintergrund der Fahrbahnverengung in der

Häufung von Unfällen durch riskante Überholmanöver von Kfz-Lenkern auf der überbreiten Fahrbahn

zu sehen. Diesbzügliche Informationen sind auch bei der Polizeiinspektion Guntramsdorf zu erfahren.

Weiters ist die Massnahme im Zusammenhang mit dem Umbau der Kreuzung B17/Viaduktstrasse zu sehen. Das Ziel dieser Massnahme war eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehr und eine Reduzierung der Stautätigkeit im Kreuzungsbereich.

Diese beiden Projekte wurden gemeinsam im Herbst 2007 unter Leitung der StBA2 durchgeführt.
Im Herbst 2008 wurde ein weiteres Projekt realisiert, das darin bestand, die Verschneidungszone vor der Fahrbahnverengung in Richtung Baden zu verlängern.

Projekt Fahrbahnverengung:

Von Seiten der StBA2 wurde beschlossen das Unfallproblem durch eine Verengung der Fahrbahn auf ein dem Geschwindigkeitsniveau entsprechendes Mass zu bekämpfen. Dazu wurde auf einer Breite von ca 7m ein neuer Belag aufgezogen und der Rest der Fahrbahn (3,60m) durch die Aufstellung einer Betonleitwand abgetrennt.
Dieser abgetrennte Bereich wurde der Gemeinde Guntramsdorf zur freien Verfügung übergeben.

Was die Gemeinde Guntramsdorf sich dazu gedacht hat oder denkt ist mit nur indirekt bekannt, da sich dort bisher noch niemand dazu herabgelassen hat mit mir zu sprechen. Ermitteln konnte ich:

– primäre Funktion ist als Güterweg für den landwirtschaftlichen Verkehr zur Zufahrt zu den Eichkogelgründen; dazu musste eine Zufahrt über den Windradlparkplatz zusätzlich abgetrennt werden.

– zusätzlich als Radroute Richtung Mödling zum Anschluss an die Radwegleiche Viaduktstrasse; dazu musste ein Stück Rad-/Fussweg im Bereich Kammeringstrasse neu gebaut werden.

Dementsprechend erfolgte die Kennzeichnung der Abschnitte mit dem Verkehrszeichen Rad/Fussweg. Weiters wurden von Seiten der Gemeinde Guntramsdorf die Zusatzschilder
‚Wintersperre – Kein Räum- und Streudienst, Benützung auf eigene Gefahr‘
angebracht (um sich um den Aufwand eines Winterdienstes zu drücken).

Projekt Erweiterung der Verschneidungszone:

Da sich der Vorlauf der Verengung in der Praxis als untauglich erwiesen hat, wurde die Verschneidungszone vor der Verengung erweitert und auf ca 150m verlängert.
Weiters musste dadurch der Güterweg in der Verlängerung des abgetrennten Bereiches in Richtung Viaduktstrasse über ca 150m neu erichtet werden.

Da im Zuge dieses Verfahrens eine Unvereinbarkeit zwischen der Ausweisung des abgetrennten Bereiches als Rad-/Fussweg und Güterweg zu Tage gekommen ist, wurde dieser mit dem Verkehrszeichen ‚Fahrverbot für Kfz‘ mit dem Zusatzschild ‚ausgenommen landwirtschaftlicher Verkehr und Anrainer‘ gekennzeichnet.
Die Ausweisung der Wintersperre am Rad-/Fussweg und rechtlich nicht eindeutig am Güterweg blieb vorerst aufrecht.
Um den Radverkehr trotzdem auf den Güterweg zu zwingen wurde in der Folge ein Fahrverbot für Fahrräder zuerst in Richtung Baden und zwei Wochen später auch in Richtung Wien verordnet.
Damit war erstmal eine defacto Sperre für den Radverkehr ausgesprochen (Wintersperre und Fahrverbot).

Von Seiten der Polizei Guntramsdorf wurde der Antrag auf Ausweisung einer durchgängigen Temposchränkung auf 70km/h gestellt. Im Zuge der Verkehrsverhandlung vom 26.11.2008 ( Protokoll ) wurde dieses Ansinnen von Seiten des Verkehrstechnikers abgelehnt.

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